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Hinweise für Anmeldung von Seminaren.doc (21,5 KB) vom 05.04.2012
Hinweise für Seminararbeiten
Hinweise für Seminararbeiten Halle.pdf
(161,5 KB) vom 18.12.2014
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Prof. Dr. Daniel Fulda
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Germanistisches Institut
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Aktuelle Lehrveranstaltungen
Übersicht
Sprechzeiten
WiSe 2024/25, vorlesungsfreie Zeit
Di., 11.03.2025
Mi., 26.03.2025
SoSe 2025, Vorlesungszeit
montags 15 Uhr
Ludwig-Wucherer-Str. 2, Raum 1.01.0, 1. Etage
SoSe 2025
VL Politiken der Literatur im 18. Jahrhundert: Von der funktionalen zur reinen Poesie
Mo 12–14 Uhr, HS IV, LuWu 2
Module:
- BA/LA: Grundfragen der Sprach- und Literaturwissenschaft
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 10 LP
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 5 LP
MA: Literaturgeschichte
MA: Literaturgeschichte Vertiefungsmodul
Modul MA: Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik
IKEAS Aufbaumodul Kulturwissenschaft Deutschland 1 – Kulturgeschichte
MA: Schlüsselthemen der Sprach- und Literarturwissenschaft
MA: Wissen und Wissenstransfer
MA: Vertiefungsmodul: Deutschsprachige Literatur und Musikästhetik im Kontext der Aufklärung
LA: Master-Modul I
LA: Master-Modul II
MA: Deutschsprachige Literatur: Literatur im Diskurs
MA: Kulturelle Diskurse
Politische Fragen sind in jüngster Zeit sowohl in der Gesellschaft als auch in der Wissenschaft wieder stärker in den Vordergrund getreten. Die Vorlesung ist der Großepoche gewidmet, in der die moderne, funktionsdifferenzierte Gesellschaft entstand. 'Funktionsdifferenziert' heißt, dass von der Literatur nicht mehr wie bisher erwartet wurde, dass sie Leistungen für andere Bereiche der Gesellschaft (Politik, Religion, Erziehung, Wissenschaft) erbringt. Damit änderte sich auch das Verhältnis der Literatur zur Politik. Es wurde dadurch aber nicht weniger wichtig, sondern gewann eine Dimension hinzu, die man in der politischen Theorie 'das Politische' nennt. Gemeint sind Neubestimmungen dessen, was als gestalt- und veränderbar gilt, also grundsätzliche Neubestimmungen im Unterschied zu politischen Prinzipien oder Maßnahmen im konkreten Fall. Wie die Vorlesung zeigen soll, haben literarische Texte Teil an der Neuaufteilung des gesellschaftlichen 'Möglichkeitsraums'.
Doktor Faustus
Do. 16-18 Uhr, LuWu2, SR 22A
Module
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 10 LP
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 5 LP
BA/LA: Literatur- und Gattungstheorie (5 LP)
BA/LA: Literatur- und Gattungstheorie (10 LP)
MA: Literaturgeschichte
MA: Literaturgeschichte Vertiefungsmodul
Modul MA: Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik
BA/LA: Themen, Stoffe, Motive
MA: Themen, Stoffe, Motive
MA: Deutschsprachige Literatur: Imagination, Produktion, Poetik
MA: Deutschsprachige Literatur: Literatur im Diskurs
Thomas Manns Roman Doktor Faustus von 1947 ist der Versuch, gleich zwei Schlüsselfragen der Moderne auf einmal zu beantworten: Wie konnte sich der Nationalsozialismus gerade in einem von so feinsinniger Bildung und avancierter Kunst geprägten Land wie Deutschland durchsetzen? Und welche Möglichkeiten bleiben der modernen Kunst, achdem sie alle ihre Möglichkeiten durchgespielt zu haben scheint? Beide Fragen sollte die Erzählung vom „Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn“ (so der Untertitel) beantworten. Indem Leverkühns Geschichte signifikante Parallelen zur Faustsage aufweist, wetteifert der Roman überdies mit Goethes bekanntestem Drama. Aber nicht nur weil Doktor Faustus eines der ambitioniertesten literarischen Werke überhaupt ist, verdient er, dass man sich ein ganzes Semester lang (und mehr) mit ihm beschäftigt. Auf ihre Kosten kommen auch Nietzsche-Fans, Lokalpatrioten aus Halle oder Naumburg (jene Stadt ist ein Schauplatz des Romans, diese das Urbild für das fiktive Kaisersaschern), Musiker, Kosmiker, Humanisten… Wer Genaueres erfahren möchte: Lesen Sie den Roman – und zwar unbedingt schon vor Semesterbeginn! In der ersten regulären Sitzung am 10. April findet ein kleiner Textkenntnistest (Studienleistung) statt.
Zu Doktor Faustus gibt es seit 2007 einen über tausendseitigen Kommentar in der Großen kommentierten Frankfurter Ausgabe. Den werden sich, aus Preisgründen, vermutlich die wenigsten anschaffen. Die Benützung des Kommentars – der im Semesterapparat verfügbar sein wird – ist bei diesem besonders anspielungsreichen Roman gleichwohl ratsam. Ebenso empfehle ich, Thomas Manns eigenen ‚Begleitroman‘ Die Entstehung des Doktor Faustus. Roman eines Romans zu lesen. Der vom Zweiten Weltkrieg bestimmte zeitgeschichtliche Hintergrund wird hier ebenso plastisch wie Manns kunsttheoretische Intentionen.
Orte der Literatur (mit Exkursionen)
Fr. 10-12 Uhr, LuWu2, SR 22
Module
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 10 LP
BA/LA: Literaturgeschichte. [17. Jh. bis zur Gegenwart] 5 LP
Literatur- und Gattungstheorie (5 LP)
Literatur- und Gattungstheorie (10 LP)
MA: Literaturgeschichte
MA DLK: Literaturgeschichte Vertiefungsmodul
MA: Vertiefungsmodul: Deutschsprachige Literatur und Musikästhetik im Kontext der Aufklärung
Modul MA: Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik
LA: Modul Wahlpflicht-Modul I
LA: Modul Wahlpflicht-Modul II
MA: Praktiken der Literaturwissenschaft
Das Kraftzentrum der deutschen Literatur liegt im 18. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Hier leben und schreiben die meisten wichtigen Autoren, sei es in der bürgerlichen Universitätsstadt Leipzig, in der Musenhofstadt Weimar oder in kleineren Orten wie Gleims Halberstadt. Das Seminar geht den Gründen für diese Kulmination literarischer Produktivität gerade in unserer Region nach und führt damit zugleich in eine Epoche enormen kulturellen Aufschwungs ein. In ganztägigen Exkursionen (jeweils freitags) wollen wir zwei solche ‚Orte der Literatur‘ bereisen: Halberstadt (am 9. Mai) und Weimar (am 20. Juni). Die Teilnahme an den Exkursionen ist obligatorisch, die Anzahl der Seminarsitzungen in Halle entsprechend reduziert. Teilnahmescheine (Studienleistungen) können durch Übernahme eines Kurzreferats erworben werden, das möglichst ‚vor Ort‘ gehalten werden soll. Die Kosten für Eintritte und Führung belaufen sich auf unter 10€ (abhängig von der Teilnehmerzahl).
Forschungskolloquium Neuere deutsche Literaturwissenschaft
Mo. 16-18 Uhr, Seminarraum 19, LuWu 2
Module
MA: Forschungskolloquium Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt 17. bis 19. Jahrhundert
Modul MA: Literaturtheorie, Poetologie und Ästhetik
MA: Forschungskolloquium Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt 19. bis 21. Jahrhundert
MA: Kulturelle Diskurse
MA: Schlüsselthemen der Sprach- und Literarturwissenschaft
MA: Vertiefungsmodul: Deutschsprachige Literatur und Musikästhetik im Kontext der Aufklärung
MA: Wissen- und Wissenstranfer
MA: Forschungskolloquium Master Literaturwissenschaft
Wenn nicht alles täuscht, erleben wir gerade eine fundamentale Umstrukturierung der literarischen Öffentlichkeit, weg von der bisherigen hierarchisch aufgebauten Form mit ‚Zentralorten‘ und professionellen Gatekeepern, die aufgrund ästhetischer Expertise urteilen, hin zu einer egalitären Form, die aus vielen unverbundenen und rasch wechselnden Gefühls- und Identitätsgemeinschaften von Leserinnen und Lesern besteht, die zugleich auch Produzenten und Beurteiler sein können. Wie verändert sich dadurch die Vorstellung davon, was Literatur ist und was sie leisten kann? Und wie hängt der Wandel der literarischen Öffentlichkeit mit ähnlichen Tendenzen in der politischen Öffentlichkeit zusammen? Diesen Fragen soll im Kolloquium nachgegangen werden, begleitet von der gemeinsamen Lektüre von literarischen Neuerscheinungen (Vorschläge dafür sind willkommen). Einen guten Einstieg in die Thematik bietet der Essay von Gerhard Lauer im März-Heft des Merkur: https://www.merkur-zeitschrift.de/artikel/die-neue-literarische-oeffentlichkeit-a-mr-79-3-26/ .
Darüber hinaus dient das Kolloquium wie üblich der Vorstellung und Diskussion laufender Forschungs- und entstehender Abschlussarbeiten (Staatsexamens-, BA- und MA-Arbeiten, Dissertationen, Habilitationen). Wer in nächster Zeit bei mir Examen machen möchte, dem empfehle ich dringend die Teilnahme am Kolloquium.